Einfach mal nett sein..

Der Amerikaner nennt es „random act of kindness“.. ich sage dazu „einfach mal nett sein“.

Ich werde ja oft belächelt bis lauthals ausgelacht, weil ich der festen Meinung bin, dass die Menschen von Natur aus gut und nett sind. Insbesondere in Zeiten wie diesen, mit Terror, Hassreden, fake news und Misstrauen gegen alles und jeden, die anders sind, werde ich dann als „Gutmensch“ beschimpft – oder als naiver Sozialromantiker. Als lebensfremd oder realitätsfern.

Na gut, wenn es diejenigen glücklich macht.

Aber ab und an gibt es sie: die Kleinigkeiten, die mich in meiner Überzeugung bestärken.

Zwei davon sind mir in den letzten Wochen passiert.

Ich saß krank zu Hause und musste dennoch los, um ein paar Dinge einzukaufen. Ich habe 3 Supermärkte in Laufnähe, schnappte mir also nur eine Einkauftasche und zog los. Und irgendwie wurde es dann doch mehr, als ich eigentlich wollte. Und da ich das Leitungswasser hier im Frankfurter Westen nicht trinken konnte, gehört auch ein 6er Pack stilles Wasser dazu.

Ich war schon nach ein paar Schritten von der Krankheit immer total erschöpft und musste dementsprechend zwischendurch Pause machen. Ich stellte gerade den 6er Pack ab, weil ich ihn auf die andere Seite nehmen wollte, da schnappte sich jemand neben mir das Wasser und eine nette Frau sagte „Warten Sie, ich trage es Ihnen ein Stück“.

Sie hat noch nicht mal angehalten, sondern griff im Vorbeigehen zu. Ich war so perplex, konnte nur „Danke“ sagen und trottete hinterher. Bei der nächsten Ampel stellte sie das Wasser wieder ab und verabschiedete sich mit „so, hier muss ich über die Straße, leider müssen Sie alleine weiter“. Wir lächelten uns zu, ich bedankte mich nochmal und jeder ging seiner Wege.

2 Tage später musste ich zum Arzt und ich war auf dem Weg zur Straßenbahn, als es auf einmal anfing, wie aus Kübeln zu regnen. Und typisch ich: ich hatte zwar überlegt, eine Regenjacke überzuziehen, mich dann aber dagegen entschieden. Ich beschleunigte meinen Schritt (so gut das krankheitsgeschwächt ging) und wieder tauchte eine Frau neben mir auf. Nein, nicht die nette Dame von vorher 🙂

Eine junge Frau mit Schirm in der Hand rückte näher an mich heran und sagte „kommen Sie mit runter“. Wieder total verdutzt, bedankte ich mich und so teilten wir uns bis zur Haltestelle ihren Schirm. Und dass, obwohl sie deswegen nicht ganz trocken blieb.

Wir unterhielten uns die paar Minuten über das Wetter, lächelten uns an der Haltestelle zu und wünschten uns einen schönen Tag.

Es sind die kleinen Dinge, die uns ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

 

 

Ein Gedanke zu “Einfach mal nett sein..

  1. du sagst es, die kleinen netten Gesten sind die, die uns gut fühlen lassen und ja, auch ich denke, dass jeder Mensch nett ist, die meisten haben es leider verlernt oder sind verschreckt, weil sie nicht immer auf dankbare Gegenüber stoßen.

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