Ein kleines Update aus dem Leben mit dem Magenbypass

Es wird mal Zeit für ein kleines Update, was mein Leben mit meinem Magenbypass angeht.

Ich pendel seit einem Jahr so zwischen 84 und 86kg hin und her. Bei einer Körpergröße von 1,76m ist das nicht so schlecht, obwohl ich natürlich noch gerne das ein oder andere Kilo weniger hätte. Aber mir geht es gut damit. Ich trage eine Kleidergröße 40/42 und bin ein absoluter Kleidertyp geworden, wer hätte das gedacht.

Sogar Shorts gehen.. jedenfalls, wenn ich meiner Nichte Glauben schenken darf, die auf eine Foto Whatsapp Nachricht meinerseits, die da lautete „jetzt ehrlich, geht das so, oder sind meine Beine zu fett?“ sehr entrüstet antwortete „Deine Beine sind NICHT fett!! Das sieht gut aus“. Und wenn die Styling Queen das sagt, dann glaube ich das mal so.

Mein Antrag auf Wiederherstellungs-OP wurde abgelehnt und zwar alles, was darin enthalten war. Der Gutachter beim MDK schien mir irgendwie persönlich beleidigt, dass ich, die ich in Frankfurt wohne, nach Köln zu Dr. Stoff gefahren ist, um mich dort beraten zu lassen. Der Mensch war irgendwie komisch.

Ich habe natürlich Einspruch eingelegt, habe jetzt noch einen Termin bei einem ortsansässigen plastischen Chirurgen, der mir von meiner Chirurgin empfohlen wurde. Mal schauen, was dabei rauskommt. Ich hoffe ja wenigstens darauf, dass der Bauch gemacht wird. Denn der juckt, tut beim Sport wahnsinnig weh, weil das Gewebe locker „hüpft und springt“ und ganz ehrlich.. jetzt im Sommer riecht es zwischen den Hautfalten auch nicht angenehm.

Ansonsten ist mir das neue Leben in Fleisch und Blut übergegangen. Ich weiß zwar noch, wie mein früheres Leben war, aber das ist irgendwie wie ein anderer Film, der dort ablief. Ich schaue wie von außen zurück. Das bin nicht mehr ich.

Essenstechnisch läuft es auch prima. Ich habe zwar immer mal wieder Moment, wo mein Mägelchen nicht so will, wie ich. Letztes Wochenende zum Beispiel: ich war beim Auswärtsspiel der Lübeck Cougars in Elmshorn und die hatten super leckere Burger. Rochen lecker, schmeckten lecker aber mein Mägelchen mochte sie nicht. 2 Bissen und mir war schlecht.

Darüber kann ich jetzt jammern und mich aufregen, aber ich kann es auch bleiben lassen. Es ist einfach so. Und es ist auch nicht so, dass er gar kein Hackfleisch verträgt. Wahrscheinlich war da irgendwas an Gewürzen drin, wo er sagt „du spinnst wohl?“ Und er ist der Boss, das ist in unserer neuen Beziehung so.. 🙂

Ich bekomme von allen Ärzten und Therapeuten nur gutes Feedback, wie gut ich mich mache, wie gut meine Ergebnisse sind und wie positiv motivierend ich auf andere in den Gruppen wirke. Ich glaube ja, das liegt daran, dass ich da sehr entspannt aber auch sehr informiert rangegangen bin.

Wenn ich mein vorheriges Leben hätte behalten wollen, hätte ich die OP nicht machen müssen. Manche Dinge SIND JETZT EINFACH SO!

Ich sage nicht, dass die Magenbypass OP (oder auch der Schlauchmagen) die Lösung für jeden adipösen Menschen ist. Aber ich persönlich würde die OP immer wieder machen. Ich habe sie noch nicht einen Tag bereut. Auch nicht an den ganz ganz ganz schlechten Tagen.

Und glaubt mir – die hatte ich.. kann man alles hier nachlesen 🙂

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