Es geht über die Alpen!!

Ja tatsächlich, Ihr lest richtig. Meine Schwester und ich wandern über die Alpen!

Darüber geredet haben wir schon seit Ewigkeiten. „Irgendwann machen wir mal eine Alpenüberquerung“ – und so weiter und so weiter. Aber irgendwie sind wir nie in die Gänge gekommen.

Ich glaube, dass unsere Mehrtagestour über den Rheinsteig Lust auf mehr gemacht hat, denn am 1. Mai bekam ich von ihr eine Nachricht „ich könnte vom 19.-28. August oder alternativ vom 18.7. – 5.8. Willst Du mit?“

Ähem… also, will ich? Moment, lass mich nachdenken!

JA!

Und wie ich will. Und da ich Ende Juli sowieso immer wegen der Travemünder Woche frei habe, haben wir uns für den Zeitraum entschieden. Also wurde der nächste gemeinsame Heimaturlaub an der Ostsee genutzt, um uns mit einem Wanderführer einzudecken und die Tour zu planen.

Wir laufen die „Alpenüberquerung für Geniesser“ (ja, die wird tatsächlich so genannt) vom Tegernsee nach Sterzing (ital. Vipiteno). Und das ganze in 9 Tagen. Wir kombinieren Etappe 2 und 3 und vor der habe ich wirklich Manschetten. Insgesamt 25km mit 900 Metern hoch und das ganze nochmal wieder runter. Aber wir haben uns gegen eine Übernachtung auf der Blaubergalm entschieden.

All inclusive oder individuell?

Nach der guten Erfahrung mit der halb organisierten Tour inkl. Gepäcktransport haben wir uns erstmal nach etwas in der Art umgeschaut. Aber mit knapp 1900 Euro pro Person war uns das einfach zu teuer. Also haben wir uns an unsere guten selbst organisierten Urlaube à la „roadtrips“ zurück erinnert und die Planung ging los.

Ich habe für uns eine gemeinsam OneNote eingerichtet und dort wurde alles eingetragen, was benötigt wird und wichtig ist: Unterkünfte, Anreisen etc. und die Suche nach Unterkünften ging los. Das war gar nicht so einfach, wie es klingt. Denn leider bieten viele Hotels und Pensionen vor Ort keine Übernachtungen nur für eine Nacht an – trotz Wanderparadies. Wir mussten also an zwei Tagen etwas umplanen und fahren mit Bussen hin und her, ansonsten hätten wir im Wald schlafen müssen.

Nach knapp einer Woche hatte ich alle Unterkünfte zusammen, bis auf die für die erste Nacht. Ich sah es schon kommen. Wir können nicht los, weil wir keinen Startpunkt hatten! 🙂

Geduld ist eine Tugend – ein paar Tage später waren auch die beiden ersten Nächte gesichert (siehe oben, das Umplanen). Es kann also losgehen.

Auf unsere Liste mussten dann noch Erinnerungen für die Einreisebestimmungen nach Österreich und Italien genauso wie meine persönliche To Do Liste:

  • neuer Rucksack
  • Erste Hilfe Ausrüstung in der Apotheke checken lassen
  • Zeckenschutzimpfung
  • Schlapphut kaufen
  • Wanderschuhe einschicken

Meine treuen Meindl Schuhe müssen unbedingt neu besohlt werden, aber das mit dem Einschicken hat leider nicht mehr geklappt, von daher wird mein „Zweitpaar“ genommen. Aber das hat mich auch sicher über den Rheinsteig getragen.

Die Packliste

Der neue Rucksack musste sein, da ich beim Probepacken gemerkt habe, dass mein bisheriger zwar für 3 Tage reicht, aber für 9 Tage doch etwas zu klein ist. Und dabei habe ich schon aussortiert. Das folgende kommt mit, alles andere brauche ich nicht oder wird durchgewaschen:

  • Wanderhose zum Wechseln
  • Oberteile: 1x lang, 1x kurz
  • Laufjacke
  • Regenjacke
  • Regenhose
  • Erste Hilfe Ausrüstung
  • 3l Wasserblase
  • Sonnencreme
  • Insektenschutz
  • Wandersocken zum Wechseln
  • FlipFlops
  • Handtuch
  • Hüttenrucksack
  • Medikamente
  • Waschzeugs (alles 1x für uns beide gemeinsam)
  • Unterwäsche
  • Kompass
  • Wanderführer (als DAV Mitglied kümmert meine Schwester sich um die Karten)
  • Ladekabel und Powerbanks
  • Handy

Mit dem Gepäck komme ich ohne Wasser und Proviant auf 4,75kg. Voll bepackt bin ich also bei ca. 8kg. Viel mehr sollte es nicht sein – ich hatte mit 8-9 kg gerechnet. Mehr möchte ich nicht auf dem Rücken haben.

Heute wurden noch die Busfahrpläne heruntergeladen und zur Absicherung auch ganz altmodisch im Notizbuch eingetragen, genauso wie die Telefonnummern unserer Unterkünfte.

Und NEIN Schwesterherz, wir brauchen keinen Biwack Schlafsack!

Es geht los!

Und jetzt rückt der große Tag immer näher. Am Sonnabend fahre ich zu meiner Schwester, am Sonntag geht es nach Tegernsee und Montag morgen laufen wir los. Immer der Nase nach – grobe Richtung: nach Süden.

Vor Ort wird dann noch täglich das Wetter gecheckt.

Ich freue mich wahnsinnig!! Und außerdem wird mir langsam schlecht 😉

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