Pulse of Europe Frankfurt

Sonntags ist Pulse of Europe Tag. Auch für mich war es diese Woche mal wieder an der Zeit, mitzumachen. Und so machte ich mich pünktlich zu um 14 Uhr auf den Weg zum Goetheplatz in Frankfurt / Main.

Was ist Pulse of Europe?

Pulse of Europe ist eine Initiative, die als Gegenstück zu sämtlichen Anti-Europäern, Anti-Demokraten und sonstigen Anti, die noch so in der Gegend rumlaufen, geboren ist. Pulse of Europe will laut und sichtbar sein. Positive Energie aussenden. Seit des Starts vor ein paar Monaten hier in Frankfurt mit ein paar Hundert Menschen, treffen sich heute jeden Sonntag Tausende von Menschen in über 100 Städten in 18 europäischen Ländern, um FÜR Europa auf die Straße zu gehen.

Denn genau darum geht es. Pulse of Europe ist FÜR etwas und das ist das, was sie von sonstigen Demonstrationen heutzutage trennt. Es wird nicht gegen etwas oder jemanden gepöbelt, sondern FÜR etwas geworben.

Werben muss man mich nun nicht mehr, ich bin überzeugter Europäer. Und zwar so lange ich mich erinnern kann. Es ist meine feste Überzeugung, dass wir nur gemeinsam erfolgreich sein können. Und zwar in Wirtschaft, Sozialwesen, Verteidigung von Menschenrechten und Verteidigung von uns selbst.

Bin ich der Meinung, dass alles perfekt ist? Um Gottes Willen, nein! Finde ich, dass sich einiges ändern muss? Selbstverständlich! Aber das können wir nur gemeinsam machen. Sich in seine Nationalstaaten zurück zu ziehen, bringt uns keinen cm nach vorne. Im Gegenteil, es ist absolut kontraproduktiv. Es würde alles kaputt machen, was in den letzten 70 Jahren aufgebaut wurde.

Und was mich ganz nebenbei noch zum Fan von Europa macht? Ich habe bisher in fünf europäischen Ländern gelebt und gearbeitet und bin in mindestens 20 anderen zu Besuch gewesen. Freunde leben über den gesamten Kontinent verstreut. Was soll ich denn machen, wenn ich nicht mehr so einfach hin- und herfahren darf?

Und das glaube ich tatsächlich! Ich bin schon lange der Meinung, dass wir an dem Punkt angekommen sind, an dem wir das Experiment Europa einen Schritt weiterführen müssen. Zu mehr Europa und nicht weniger. Weniger Nationalstaatlichkeit, mehr gemeinsames.

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Es war heute ein komisches Gefühl, auf den Goetheplatz zu kommen. Denn der war durch eine „Mauer“ getrennt. Diese Mauer war durch kunstvoll bemalte Kartons gebaut. Am Ende der Veranstaltung sollte diese Mauer eingerissen werden. Es war schon eigenartig über die gesamte Veranstaltung die Fahnen auf der „anderen Seite“ wehen zu sehen, aber keine richtige Verbindung nach „drüben“ zu bekommen. Irgendwie passend dazu, dass heute der Organisator von Pulse of Europe Dresden zu Gast war. Bei aller Begeisterung war ihm doch die Betroffenheit beim Anblick dieser Mauer anzusehen. Und das Wissen, dass es solche Mauern nie wieder in Europa geben darf.

Heute auch auf der Bühne: Ulrike Guérot, ihres Zeichens Politikwissenschaftlerin und Publizistin. Ich habe vor kurzem das erste Mal etwas von ihr in dem SWR Wissen Podcast gehört. Dabei ging es um den Geburtstag der Maastrichter Verträge. Da hörte ich auch das erste Mal über ihr Buch „Warum Europa eine Republik werden muss“. Ich habe es mir sofort gekauft und bin total begeistert. Ich kann es nur empfehlen! Ein Youtube Video von Ihr dazu findet Ihr hier.

Auch heute vertrat sie natürlich die These, dass Europa mindestens einen Schritt (wenn nicht mehr) weiter gehen muss. Und nein, die Vereinigten Staaten von Europa sind keine Lösung. Wenn Menschen sich gleichberechtigt zur Vertretung ihrer Interessen zusammen tun, dann gründen sie eine Republik – Ein Mensch, eine Stimme!

Und selbstverständlich wurde die Mauer am Ende eingerissen! Das Video dazu könnt Ihr hier nochmal sehen.

Ich werde weiterhin mit Pulse of Europe auf die Straße gehen.  Und ich hoffe, dass sich mir noch viele, viele andere Menschen anschliessen.

Und wer möchte in Lübeck anfangen zu organisieren? Ihr fehlt noch auf der Liste 🙂

 

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