Hallo 2019

Da bist Du nun also – 2019

Ich konnte das neue Jahr dieses Mal nicht erwarten. Nicht, weil ich mich auf irgendetwas besonderes in diesem Jahr freue, sondern weil ich einfach nur wollte, dass das alte Jahr vorbei ist. 2018 hat mir alles abverlangt. Es war nicht nur der Tod von Markus, sondern auch die Wohnungsodyssee – mit dem erfolgreichen Abschluss durch das Herausklagen meiner Mieterin pünktlich zum Jahresende. Und dazu kurz vor Weihnachten noch die Diagnose der rheumatoiden Arthritis. Na, immerhin weiß ich jetzt, wo die schmerzenden Gelenke herkommen – ist doch auch mal etwas. Achtung, das troff nur so vor Ironie 🙂

Wenn jemals ein Jahr „gebraucht“ war, dann war es das letzte. 

Und auch, wenn es nur die Nacht von einem Tag zu einem anderen Tag ist, ist der Jahreswechsel doch irgendwie etwas besonderes. Und deshalb habe ich mich auch entschlossen, Silvester 2018 ganz bewusst alleine zu Hause zu verbringen, um das Jahr abzuschliessen. Es war ein schwieriger Tag und über die Feiertage eine schwierige Zeit.

Ich habe nach langer Zeit das erste Mal wieder mein Tagebuch in die Hand genommen und habe angefangen zu schreiben. Ich hatte die Kopfhörer auf den Ohren, Musik gehört und konnte gar nicht wieder aufhören. Wenn ich es jetzt wieder nachlese, klingt es etwas verwirrend, weil ich hin- und her gesprungen bin. In meinem Tagebuch ist das okay so 🙂

Und was ist dabei herausgekommen? Irgendwie ist es ein Abschiedsbrief geworden. Ein Abschiedsbrief an mein Leben nach Markus‘ Tod und an das Jahr 2018. Das war so gar nicht geplant. Aber es floss einfach nur so aus meinen Fingern.

Und nachdem ich es geschrieben und erneut gelesen habe, habe ich das Buch geschlossen. Sehr langsam und sehr bewusst – und danach habe ich es beseite gelegt. Das bedeutet nicht, dass ich es nicht weiter benutzen möchte oder werde. Aber der symbolische Abschluß war wichtig.

Was sind also meinen Pläne für 2019?

Die größte Veränderung wird auch die erste sein. Ich plane zusammen mit Ärztin und Therapeutin den Start der Wiedereingliederungsmaßnahme in meinem Job. Davor graust es mir ehrlich gesagt sehr. Nicht vor dem Job an sich, sondern vor den vielen Fragen, die mich dort erwarten. Oder vielleicht tun sie das auch gar nicht und ich male mir nur wieder etwas aus?

Als nächstes werde ich dann auch wieder verstärkt die Selbstständigkeit in Angriff nehmen. Bisher arbeite ich nur ab und an mal als Moderatorin oder Trainerin in Workshops zum Thema „Arbeit 4.0“ – besonders zu Working Out Loud. Das möchte ich verstärken, denn dort sehe ich viel Potential, Dinge und Menschen wirklich verändern zu können.

Ich möchte wieder voll in die Fanbetreuung der Lübeck Cougars einsteigen. Letztes Jahr habe ich mich nach Markus‘ Tod sehr zurück gezogen. Aber diese Truppe, die #cougarnation gibt mir so viel. Sie steht immer zusammen. Ich kann die neue Saison gar nicht abwarten.

Ich habe in 2018 auch gemerkt, wieviel Spaß mir die Produkttests machen. Einige mögen darüber nur lächelnd den Kopf schütteln, aber ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren und dann zu erzählen, wie sie mir gefallen haben – oder eben auch nicht. Dieses Blog wird noch immer kein Werbeblock werden, aber ich werde immer wieder Testberichte einstreuen.

Und dann wage ich es wohl tatsächlich – ich werde ein Buch schreiben! OMG! Das ist übrigens das erste Mal, dass ich es so deutlich offen ausspreche – beziehungsweise schreibe. Ich hoffe nur, ich bekomme keine Angst vor meiner eigenen Courage.

Nach dem Buchprojekt zu „Banking & Innovation“ letztes Jahr, zu dem ich nur ein Kapitel beigetragen habe, habe ich mir erst geschworen, NIE WIEDER ein Buch zu schreiben. Das habe ich dann schnell relativiert: „Wenn ich jemals ein Buch schreibe, dann nur für mich selbst“

Und ich werde so häufig über mein Leben mit dem Magenbypass befragt, was mich dazu gebracht hat, wie ich zu der Entscheidung gekommen bin, wie es dann weiterging etc. dass ich meine Erfahrungen jetzt wirklich gerne niederschreiben möchte. Mal schauen, wie lange dieser Vorsatz anhält.  🙂

Und dann habe ich natürlich noch all die guten Vorsätze, die jeder andere auch hat. Gesunde Ernährung, mehr Bewegung, weniger Süßes und weniger Alkohol.

In 2019 dreht sich für mich alles um einen Neustart. Neustart im Job, im Leben – neue Prioritäten setzen. Wenn 2018 für eine Sache gut war, dann dafür, eine Zäsur in meinem Leben gewesen zu sein. Wenn einem alles abverlangt wird, lernt man ab einem gewissen Zeitpunkt, was einem wichtig ist und was nicht.

Also 2019 – mögest Du mir gewogen sein…

 

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6 Gedanken zu “Hallo 2019

  1. Ach Barbara das hört sich sehr gut an .
    Ich freue mich das Du das ausgesprochen hast was ich schon zu Dir gesagt habe ! Schreibe ein Buch !! Du kannst so ergreifend interessant und lustig schreiben . Ich kaufe das Buch als erste !!!
    Ich wünsche Dir für 2019 die Kraft für alles was Du dir vorgenommen hast ! Schritt für Schritt ! Auf bald im Stadion Gruss Biene

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  2. Toll geschrieben Barbara, man kann Deine Trauer und Deine Kraft förmlich mit eigenen Händen greifen! Für Deine ‚Sorgen‘ bezüglich des Zusammentreffen mit den lieben Kollegen, kann ich Dir nur 2 Tipps mitgeben: Erstens sei geduldig mit Ihnen. Die allermeisten meinen es gut, sind aber zu unsicher und tapsig. Und zweitens bereite genügend Zettel mi der Adresse Deines Blogs vor und drücke sie den Kollegen in die Hand, die ‚mehr‘ wissen wollen, denn mehr als das geht nicht!!! Alles Liebe und Gute für Dich und Deine Famiele und hoffentlich sehen wir uns!

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  3. Ich bin so was von stolz auf dich, mir bleibt gerade fast die Luft weg…

    Erinnerst du dich, dass du im Sommer am Küchentisch sagtest, ich sei die Erste, die mit dir weint? Na ja, jetzt gerade erneut – wobei vermutlich nur ich Tränen im Gesicht habe 😉

    Deine Pläne klingen großartig. Und bei deiner Selbstständigkeit will ich auf jeden Fall dabei sein! Ich komme mir gerade fast so vor, als würde ich dir einen Heiratsantrag machen – also Baby, wenn auf deiner Tanzkarte noch Platz ist? 🙂

    Es wird Fügung gewesen sein, dass dies der erste Blog-Post gewesen ist, den ich von dir gelesen habe. Es hat eben doch alles seine Zeit…

    Ich wünsche dir alle Liebe dieser Welt
    Eva (oder auch – die andere von den beiden Lütten)

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    1. Für Dich ist auf meiner Tanzkarte immer Platz! Danke Dir für die lieben Worte.. und jetzt bist Du nicht mehr die Einzige, die Tränen im Gesicht hat.
      P.S. und jetzt wird es Zeit, dass Du den Rest vom Blog auch liest 🙂

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